Ihr Weg zu weiterhin uneingeschränkter Mobilität
trotz Handicap

Schritt 1: Antrag bei Ihrerm Kostenträger (Leistungsträger)

Als erstes sollten Sie klären ob und gegebenenfalls von wem Sie gefördert werden. Sollte Ihnen eine Förderung gemäß den Vorgaben der Sozialträger in Deutschland zustehen, müssen Sie bei Ihrem zuständigen Kostenträger einen Antrag stellen, dies muss umbedingt geschehen, bevor Sie einen Ausbildungsvertrag mit uns eingehen!
Sollten Sie nicht Förderberechtigt sein, können Sie sich selbstverständlich direkt bei uns Anmelden.

Schritt 2: Anmeldung bei Uns

Sofern Sie Förderberechtigt sind, sollten Sie mit der Anmeldung bei uns warten, bis Sie die Förderbescheinigung ausgestellt bekommen haben. 
Wir stellen dann zusammen mit Ihnen einen Antrag "auf Erteilung der Fahrerlaubnis" bei der zuständigen Führerscheinstelle.

 

In diesem Antrag muss angegben werden, ob ihre köerperlichen oder geistigen Fähigkeiten in irgendeiner Weise durch Unfall oder Krankheit eingeschränkt sind. Ist dies der Fall, wird die zuständige Behörde in der Regel Fachleuchte zu Rate ziehen und Sie auffordern ein medizinisches sowie technisches Gutachten vorzulegen.

Schritt 3: Die Gutachten

Sie benötigen zwei Gutachten für den besagten Antrag "auf Erteilung der Fahrerlabunis": Ein medizinisches und ein technisches.

Das medizinisch Gutachten

Dieses Gutachten sollte von einem Facharzt (im besten Falle von einem Verkehrsmediziner) geschrieben werden. Es sollte in allgemein verständlicher Sprache gehalten sein und Auskunft darüber geben, wie Ihre Behinderung Ihre Fahrtücktigkeit einschränkt. Begnügen Sie sich daher nicht mit einem einfachen Attest, dies hat meist keine ausreichende Aussagekraft.

 

In den meisten Fällen reicht dieses einfache medizinische Gutachten aus. Sollte bei Ihnen ein neurologischer Befund vorliegen oder Ihr Handicap Spasmen verursachen können, wird in der Regel ein Medizinisch-Psychologisches Gutachten erforderlich sein. Insbesondere bei folgenden Erkrankungen ist dies häufig der Fall: spastische Lähmungen, Schädel-Hirn-Traumata, Schlaganfall, Spina Bifida und Multiple Sklerose.

 

Neben der medizinischen Untersuchung erfolgt eine psychologische Untersuchung, in der überprüft wird, ob Sie ein Fahrzeug ordnungsgemäß durch den Straßenverkehr steuern können. Im Einzelnen wird dabei getestet, ob Ihr Wahrnehmungs-, Orientierungs- und Reaktionsvermögen sowie Ihre Konzentration ausreichend sind.

Das technische Gutachten

Dieses Gutachten wird von einem amtlich zertifizierten TÜV- oder DEKRA Sachverständigen erstellt und gibt Aufschluss darüber welche Hilfsmittel und Umbauten für Sie für das Führen Ihres Kraftfahrzeuges mindestens notwendig sind.
Hierfür kann der Gutachter eine Fahrprobe oder eine Messung Ihrer Restkräfte verlangen.

Schritt 4: Die Fahrausbildung

Sobald Sie den dritten Schritt erfolgreich absolviert haben, verläuft die Fahrausbldung wie bei den übrigen Fahrschülern auch. Damit Sie zur Prüfung zugelassen werden, müssen Sie mindestens 14 Theoriestunden und 12 Sonderfahrten vorweisen. Bevor mit diesen Sonderfahrtenbegonnen wird, absoliveren wir mit Ihnen einige allgemeine Übungsstunden, dessen Anzahl von Ihren persönlichen Fähigkeiten abhängt.

Schritt 5: Eintragung von Auflagen und/oder Beschränkungen

Nach der bestandenen Prüfung sind Sie im Besitzt Ihrer Fahrerlaubnis. Diese beinhaltet alle Aufschrift und Beschränkungen, welche der Gutachter Ihnen auferlegt hat, und sind im EU-Führerschein in Kennziffern verschlüsselt.

Der Weg zum Erhalt des Führerschein nach eingetretener Behinderung

Die zuständige Behörde wird prüfen, ob durch die eingetreten Behinderung Ihre Eingung zum sicheren Führen eines kraftfahrzeuges eingeschränkt ist, und ggf. durch welche technischen Hilfsmittel sie erhalten, bzw. wiederhergestellt werden kann.

Bevor Sie jedoch den Antrag stellen und die nötigen Gutachten in Auftrag geben, sollten Sie sich über Finanzierungsmöglichkeiten informieren.
Je nach Art und Ausmaß der eingetretenen Behinderund können folgende Gutachten von Ihnen verlangt werden:

-ärztliches Gutachten

-medizinisch-psychologisches Gutachten

-technisches Gutachten

-Fahrprobe